Ronnefeldt BIO Matcha Tee Horai Dose 30 g

Matcha zubereiten: So gelingt der grüne Tee mit Schaum

Oct 27, 2026Patrick Langner

Matcha zubereiten: So gelingt der grüne Tee mit Schaum

Matcha sieht in der Schale wunderschön aus: leuchtend grün, mit einer feinen Schaumschicht obenauf. Wer ihn zum ersten Mal zu Hause zubereitet, erlebt aber oft eine Überraschung. Der Tee schmeckt bitter, das Pulver klumpt oder der Schaum fällt sofort zusammen.

Das liegt fast nie am Matcha selbst, sondern an Kleinigkeiten bei der Zubereitung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was Matcha von anderem Grüntee unterscheidet, welche Temperatur das Wasser haben sollte und wie Sie den Tee richtig aufschlagen. Dazu gibt es Ideen für Matcha Latte und passende Begleiter aus unserem Sortiment.

Die Zubereitungsangaben stammen vom Teehaus Ronnefeldt, dessen BIO Matcha Tee Horai Sie in unserer Tee-Manufaktur finden.

Was ist Matcha eigentlich?

Matcha ist fein gemahlener grüner Tee aus Japan. Anders als bei einem klassischen Aufguss ziehen Sie hier nicht die Blätter in Wasser und gießen sie danach weg. Sie schlagen das ganze Teeblatt als Pulver mit Wasser auf und trinken es mit.

Dadurch schmeckt Matcha deutlich intensiver als ein normaler Grüntee. Typisch sind eine milde Süße, frische grüne Noten und ein voller, runder Geschmack, den man in Japan Umami nennt. Je höher die Qualität, desto sanfter und weniger herb ist der Tee.

Der Matcha von Ronnefeldt trägt den Namen Horai. So hieß in Japan früher eine Inselkette, die in alten Legenden als sagenhafter Ort beschrieben wird. Ronnefeldt beschreibt den Tee als sehr mild und süß, mit einem sanften, angenehmen Abgang. Er stammt aus Japan und wird im Frühjahr geerntet.

Ceremonial Grade und andere Qualitätsstufen

Beim Kauf begegnen Ihnen oft Begriffe wie Ceremonial Grade oder Zeremonienqualität. Gemeint ist die höchste Qualitätsstufe, die pur in der Schale getrunken wird. Laut Ronnefeldt wird sie aus den zarten Blättern der ersten Ernte gewonnen, die vor der Ernte am längsten beschattet wurden.

Einfachere Qualitäten sind kräftiger und herber. Sie werden häufig zum Backen oder für Mischgetränke verwendet. Wer Matcha pur genießen möchte, sollte zu einer hochwertigen Sorte greifen, denn hier schmecken Sie jeden Unterschied.

🥄

ca. 1 g

½ Teelöffel Pulver

💧

ca. 80 ml

weiches Wasser

🌡️

ca. 80 °C

nicht kochend

〰️

15 Sek.+

im Zickzack schlagen

Zubereitungsempfehlung von Ronnefeldt für eine Schale Matcha

Das brauchen Sie für die Matcha-Zubereitung

Für eine klassische Schale Matcha brauchen Sie nur wenig Zubehör. Die traditionellen Werkzeuge haben japanische Namen, sind aber schnell erklärt. Wer erst einmal ausprobieren möchte, kommt auch mit Dingen aus, die in fast jeder Küche liegen.

Die klassischen Werkzeuge

  • Matcha-Schale (Chawan): eine breite, flache Schale, in der Sie den Tee aufschlagen. Durch die Breite hat der Besen genug Platz.
  • Matcha-Besen (Chasen): ein Besen aus fein gespaltenem Bambus. Er sorgt für den typischen feinen Schaum.
  • Bambuslöffel (Chashaku): zum Abmessen des Pulvers. Ronnefeldt rechnet mit zwei Bambuslöffeln für etwa 1 g Matcha.
  • Feines Sieb: kein Muss, aber hilfreich. Wer das Pulver vorher durchsiebt, verhindert Klümpchen.

Es geht auch ohne Spezialzubehör

Statt einer Matcha-Schale tut es eine breite Müslischale. Den Bambuslöffel ersetzen Sie durch einen halben Teelöffel, so gibt es auch Ronnefeldt als Maß an. Zum Aufschlagen eignet sich zur Not ein kleiner Schneebesen oder ein elektrischer Milchaufschäumer.

Der Schaum wird damit etwas gröber als mit dem Bambusbesen. Für die ersten Versuche oder für einen Matcha Latte ist das aber völlig ausreichend. Wer Gefallen an Matcha findet, gönnt sich später einen echten Chasen.

Das richtige Wasser

Weil Matcha so fein ist, schmecken Sie das Wasser deutlich heraus. Ronnefeldt empfiehlt frisches, möglichst weiches Wasser. In Regionen mit sehr kalkhaltigem Leitungswasser kann ein Wasserfilter den Geschmack spürbar verbessern.

Verwenden Sie immer frisch aufgekochtes Wasser und kein Wasser, das schon länger im Wasserkocher steht oder mehrfach erhitzt wurde. So bleibt der Geschmack klar und frisch.

Matcha zubereiten in drei Schritten

Die folgenden Schritte entsprechen der Zubereitungsempfehlung von Ronnefeldt für den BIO Matcha Horai. Mit etwas Übung dauert das Ganze kaum länger als zwei Minuten.

Schritt 1: Wasser auf 80 °C abkühlen lassen

Kochen Sie frisches, weiches Wasser auf und lassen Sie es auf etwa 80 °C abkühlen. Ohne Thermometer gibt Ronnefeldt einen einfachen Tipp: Wasserkocher öffnen und etwa zehn Minuten warten.

Diese Wartezeit ist der wichtigste Schritt überhaupt. Kochend heißes Wasser macht Matcha bitter und überdeckt die feine Süße. Wer einen Wasserkocher mit Temperaturwahl hat, stellt einfach 80 °C ein.

Schritt 2: Pulver in die Schale geben und aufgießen

Geben Sie etwa 1 g Matcha in die Schale. Das entspricht laut Ronnefeldt zwei Bambuslöffeln oder einem halben Teelöffel. Gießen Sie dann etwa 80 ml Wasser mit 80 °C darüber.

Unser Tipp gegen Klümpchen: Sieben Sie das Pulver direkt in die Schale. Alternativ geben Sie zuerst nur einen kleinen Schluck Wasser dazu, verrühren das Pulver zu einer glatten Paste und gießen dann den Rest auf.

Schritt 3: Schaumig schlagen

Schlagen Sie den Tee mit dem Matcha-Besen mindestens 15 Sekunden lang in Zickzack-Form auf. Ronnefeldt rät dabei, den Boden der Schale nicht zu berühren. Die Bewegung kommt aus dem Handgelenk, schnell und locker, nicht in Kreisen.

Zum Schluss ziehen Sie den Besen langsam aus der Mitte heraus. So bleibt eine schöne, gleichmäßige Schaumschicht stehen. Trinken Sie den Matcha direkt, denn das Pulver setzt sich nach einigen Minuten am Boden ab.

Ronnefeldt BIO Matcha Tee Horai Dose 30 g
Ronnefeldt BIO Matcha Horai: 30 g aus Japan, 39,95 €

Die häufigsten Fehler bei Matcha

Wenn der Matcha nicht so schmeckt wie erhofft, steckt meist einer dieser Fehler dahinter. Die gute Nachricht: Alle lassen sich beim nächsten Mal leicht vermeiden.

Das Wasser ist zu heiß

Der Klassiker. Kochendes Wasser lässt Matcha bitter und herb schmecken. Halten Sie sich an die etwa 80 °C, dann kommen die milden, süßlichen Noten zur Geltung.

Zu viel Pulver

Mehr Pulver bedeutet nicht automatisch mehr Genuss. Mit deutlich mehr als einem Gramm auf 80 ml wird der Tee schnell sehr kräftig. Starten Sie mit der empfohlenen Menge und passen Sie sie dann nach Geschmack an.

Der Schaum will nicht gelingen

Meist wurde zu langsam oder in Kreisen gerührt. Schlagen Sie zügig im Zickzack und bleiben Sie mit dem Besen knapp über dem Schalenboden. Hilfreich ist auch, den Bambusbesen vor dem Aufschlagen kurz in warmes Wasser zu tauchen, damit die Borsten geschmeidig werden.

Das Pulver ist nicht mehr frisch

Matcha ist empfindlich gegenüber Licht, Luft und Wärme. Ronnefeldt empfiehlt, das Pulver möglichst frisch zu verbrauchen und es in der Originalverpackung im Kühlschrank aufzubewahren. Verschließen Sie die Dose nach jeder Nutzung gut, damit keine Feuchtigkeit und keine Gerüche hineinkommen.

Nehmen Sie die Dose kurz vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank und öffnen Sie sie erst, wenn sie sich nicht mehr kalt anfühlt. So schlägt sich keine Feuchtigkeit am Pulver nieder.

Matcha Latte und andere Ideen

Pur getrunken ist Matcha ein kleines Ritual. Er lässt sich aber auch wunderbar mit Milch kombinieren. Die folgenden Ideen sind unsere eigenen Tipps, keine Herstellerangaben.

Matcha Latte zu Hause

Für einen Matcha Latte schlagen Sie etwa 1 bis 2 g Matcha mit einem kleinen Schluck Wasser von etwa 80 °C zu einer glatten Paste auf. Dann füllen Sie mit etwa 200 ml warmer, aufgeschäumter Milch auf. Hafermilch und andere Pflanzendrinks funktionieren ebenso gut.

Wer es süß mag, rührt etwas Honig oder einen Löffel Collier Vanille-Kandis in die warme Milch. Die feine Vanillenote passt erstaunlich gut zum grünen Tee.

Eisgekühlt im Sommer

An warmen Tagen schmeckt Matcha auch kalt. Schlagen Sie ihn wie gewohnt mit warmem Wasser auf und gießen Sie ihn dann über Eiswürfel. Mit kalter Milch wird daraus ein Iced Matcha Latte.

Süße Begleiter zum Matcha

In Japan wird zu Matcha traditionell eine kleine Süßigkeit gereicht. Sie gleicht die grünen, leicht herben Noten aus. Das funktioniert auch mit Spezialitäten aus Lübeck sehr gut.

Mehr über die Tradition aus Lübeck lesen Sie in unserem Beitrag Richtiges Lübecker Marzipan.

Matcha oder klassischer Grüntee?

Matcha ist etwas Besonderes, aber nicht immer das Richtige für jeden Moment. Für den Alltag kann ein klassischer Grüntee die einfachere Wahl sein. Beide haben ihre Berechtigung.

Der Unterschied in der Tasse

Bei Matcha trinken Sie das ganze Blatt als Pulver. Bei klassischem Grüntee ziehen die Blätter nur im Wasser und werden danach entfernt. Matcha schmeckt deshalb voller und intensiver, ein Aufguss dagegen leichter und klarer.

Auch der Aufwand ist unterschiedlich. Für Matcha brauchen Sie Schale und Besen, ein Teebeutel ist dagegen in zwei Minuten fertig. Viele Teetrinker genießen deshalb beides: Matcha als Ritual am Wochenende und Grüntee unter der Woche.

Grüntee-Alternativen aus unserem Sortiment

Wer den grünen Geschmack mag, findet in unserer Tee-Manufaktur weitere Sorten. Alle werden laut Ronnefeldt mit Wasser von etwa 80 °C aufgegossen. Ziehzeiten und Temperaturen für alle anderen Sorten finden Sie in unserem Ratgeber Tee richtig zubereiten.

Tee Passt für Preis
BIO Matcha Horai, 30 g pur in der Schale, Matcha Latte 39,95 €
Morgentau, 100 g lose fruchtiger Sencha, 2–3 Min. 6,95 €
Teavelope Classic Green BIO, 25 Beutel schnell im Büro 6,50 €

Angaben laut Hersteller, Preise Stand Oktober 2026, inkl. MwSt.

Lohnt sich hochwertiger Matcha?

Eine Dose Matcha wirkt auf den ersten Blick teurer als loser Tee. Rechnet man aber nach, relativiert sich das. Mit etwa 1 g pro Schale reicht eine 30-g-Dose für rund 30 Portionen, das sind etwa 1,33 € pro Schale.

Das ist weniger als ein Matcha Latte im Café, und Sie bestimmen selbst, wie Sie ihn zubereiten. Wichtig ist nur, die Dose zügig zu verbrauchen, damit Farbe und Aroma frisch bleiben.

Häufige Fragen zum Matcha

Wie viel Matcha nimmt man für eine Tasse?

Ronnefeldt empfiehlt etwa 1 g Matcha auf 80 ml Wasser. Das entspricht zwei Bambuslöffeln oder einem halben Teelöffel.

Warum schmeckt mein Matcha bitter?

Meist war das Wasser zu heiß oder es wurde zu viel Pulver verwendet. Lassen Sie aufgekochtes Wasser auf etwa 80 °C abkühlen und halten Sie sich an die empfohlene Menge.

Wie bewahre ich Matcha richtig auf?

Laut Ronnefeldt in der Originalverpackung im Kühlschrank, gut verschlossen und möglichst frisch verbraucht. So bleiben Farbe und Aroma lange erhalten.

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